Kunst & Kultur: Am 9. Dezember zu „Niki de Saint Phalle – Dream Machine“ in den Kunstpalast Düsseldorf
Mit einem besonderen Highlight beschließt die Interessengruppe „Kunst & Kultur“ am Mittwoch, 9. Dezember, das Jahr 2026. Es geht in die Ausstellung „Niki de Saint Phalle – Dream Machine“ in den Kunstpalast Düsseldorf. Dort sind in mehr als zwölf Räumen über 100 Werke dieser besonderen Künstlerin zu sehen. Im Anschluss trifft sich die Gruppe im Museums-Café. Wer mag, kann danach noch den Düsseldorfer Weihnachtsmarkt besuchen.
Termin: Mittwoch, 9. Dezember 2026
Ort: Kunstpalast Düsseldorf, Ehrenhof 4-5. 40479 Düsseldorf
Beginn der Führung: 13 Uhr
Dauer der Führung: eine Stunde
Kosten für Eintritt und Führung: 20 – 24 Euro
Max. 18 Personen
An- und Abmeldeschluss: 25. November
Das Werk von Niki de Saint Phalle (1930–2002) kreist um den Traum als radikalen Akt gesellschaftlicher Veränderung. In der groß angelegten Ausstellung DREAM MACHINE beleuchtet der Kunstpalast über vier Jahrzehnte hinweg ihren Kampf gegen Strukturen, die Frauen das Recht auf Selbstbestimmung – insbesondere über den eigenen Körper – verwehren.
Aktion, Skulptur, Bühne und Film sowie Modelle begehbarer Architekturen machen Niki de Saint Phalles autobiografisches Worldbuilding, ihren Entwurf einer weiblich geprägten Welt, und ihre gemeinschaftliche Arbeitsweise sichtbar. Aus der gesellschaftlichen Sprengkraft ihrer Kunst und ihrer gleichzeitigen Sehnsucht nach Harmonie ist ein ambivalentes Werk entstanden, das die französisch-amerikanische Künstlerin schon zu Lebzeiten international erfolgreich machte und bis heute weiter an Aktualität gewinnt.
Die frühen 1960er-Jahre boten wenig Raum für Unabhängigkeit. Umso entschlossener formte Niki de Saint Phalle inmitten einer männlich dominierten Kunstszene eine Welt, die aus ihrem Inneren erwuchs: In Träumen, magischen Wesen und raumgreifenden Nana-Figuren verhandelt die Künstlerin sehr reale Vorstellungen gesellschaftlicher Veränderung. Vehement und radikal, frei und kompromisslos ebnet sie neuen Rollenbildern den Weg und findet in ihnen ein Korrektiv zu den patriarchalen Strukturen ihrer Zeit.
Mit mehr als 100 Werken präsentiert der Kunstpalast in zwölf thematischen Räumen die ganze Bandbreite von Niki de Saint Phalles Schaffen, das Malerei, Assemblage, Performance, Skulptur, Architektur, Film, Grafik, Design und Kunst im öffentlichen Raum umfasst. Die Ausstellung betrachtet ihr Werk auch im Verhältnis zu ihrem künstlerischen Umfeld: Zum einen präsentiert sie Kollaborationen, unter anderem mit Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Jean Tinguely und dem Theaterregisseur Rainer von Diez. Zum anderen treten ihre Werke im Rundgang in Dialog mit zahlreichen Arbeiten ihrer Zeitgenossinnen wie Eva Aeppli, Dorothy Iannone, Yayoi Kusama oder Alina Szapocznikow und verorten ihr Schaffen im Kontext zentraler Positionen der feministischen Kunstgeschichte.
Niki de Saint Phalles Werke sollten nicht nur aus der Ferne betrachtet, sondern erlebt, entdeckt und gemeinsam erfahren werden. Teilhabe und die unmittelbare Begegnung mit ihrem Publikum waren zentrale Bestandteile ihrer künstlerischen Praxis. An diese Haltung knüpft der Kunstpalast mit einem vielfältigen Vermittlungsangebot an.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Heike van den Valentyn. Sie entsteht in Kooperation mit dem Nationalmuseum in Wrocław, der Heidi Horten Collection in Wien sowie in enger Zusammenarbeit mit der Niki Charitable Art Foundation San Diego und dem Sprengel Museum Hannover. Die Schau ist vom 10. September 2026 bis 7. Februar 2027 im Kunstpalast zu sehen und geht anschließend vom 20. März bis 29. August 2027 an das Nationalmuseum in Wrocław. Als dritte Station zeigt die Heidi Horten Collection in Wien DREAM MACHINE ab 24. September 2027 bis 5. März 2028.
Zu sehen sind neben Werken von Niki de Saint Phalle ausgesuchte Arbeiten von Eva Aeppli, Evelyne Axell, Dorothy Iannone, Jasper Johns, Luise Kimme, Yves Klein, Yayoi Kusama, Maria Pinińska-Bereś, Robert Rauschenberg, Martial Raysse, Ulrike Rosenbach, Daniel Spoerri, Alina Szapocznikow, Jean Tinguely, Per Olof Ultvedt und Jacques Villeglé.